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Grußwort des Vorsitzenden zum Jahreswechsel 2018/2019

Grußwort zum Jahreswechsel – Es lebe die Übersetzerbranche!

Liebe Mitglieder,

das ereignisreiche Jahr 2018 nähert sich seinem Ende, und der Vorstand wünscht Ihnen frohe und angenehme Weihnachten und aufrichtig alles Gute für das neue Jahr – Gesundheit, Schaffenskraft und beruflichen Erfolg. Wir hoffen, dass Sie auch weiterhin unserem Berufsverband und seinen Zielen aktiv verbunden bleiben.

Und nun kommt ein wenig Ironie in den Text: Genießen Sie bewusst das neue Jahr, das Jahr 2019 - es könnte vielleicht schon das letzte unseres schönen  Berufsstandes sein. Vielleicht haben nicht alle mitbekommen, was jetzt Ende November der Generalsekretär einer sogenannten Volkspartei in der ARD-Talkshow „Anne Will“ zum Thema „Künstliche Intelligenz (KI)“ geäußert hat. Deshalb hier zum Nachlesen:

„Es werden bald ganze Branchen verschwinden. Wir haben heute noch Arbeitsbereiche, die noch da sind, die gebraucht werden, aber die in den nächsten Jahren verschwinden werden, durch künstliche Intelligenz, durch technologische Entwicklung. Und da ist die Frage, wie stellt der Staat sich eigentlich gegenüber den Menschen auf, die da arbeiten.

Ich nehme mal nur das Beispiel der Übersetzer, der Dolmetscher. Kann ich gern länger ausführen, aber die wird es in ein paar Jahren als Dienstleister nicht mehr geben, weil technologische Entwicklung das überflüssig macht. Und diesen Menschen muss der Staat eine Garantie geben, dass wir uns um sie kümmern, dass sie nicht innerhalb von kürzester Zeit ins Arbeitslosengeld II abrutschen, dass sie nicht Hartz IV beziehen und da brauchen wir ‘ne große Reform.“

Es ist ja rührend, wie ein verantwortlicher Politiker sich darum sorgt, dass unser Berufsstand nach dem  Siegeszug der KI untergeht und hoffentlich nicht „verhartzt“ wird. Nun ist dieses Statement eines Generalsekretärs nicht die erste Prophezeiung, die unserem jahrtausendealten Berufsstand  das Ende voraussagt. Und siehe da – wir Dolmetscher und Übersetzer sind immer noch am Schaffen! Totgesagte leben eben länger!

Nun wird es wieder ernster: Natürlich haben wir, die Dolmetscher und Übersetzer, bisher immer überlebt und werden auch weiterhin leben und arbeiten, wenn wir rechtzeitig auf sich verändernde Bedingungen in unserem beruflichen Umfeld reagieren und auch versuchen, diese aktiv mitzugestalten. Und so warten wir auch jetzt nicht sorglos ab oder hocken erstarrt wie das Kaninchen vor der Schlange, erwartend, was die KI aus uns wohl machen wird. So, wie unser Berufszweig es bei dem Thema „Maschinelle Übersetzung“ gezeigt hat, werden wir auch die neuen Herausforderungen angehen.

Beim nächsten großen BDÜ-Kongress im November 2019 in Bonn geht es genau um diese Thematik. Die mehrtägige Veranstaltung, zu der rund 1.000 Teilnehmer erwartet werden, steht unter der Überschrift “Dolmetschen und Übersetzen 4.0 – Neue Wege im digitalen Zeitalter“.

Irgendwie wird jeder von Ihnen im neuen Jahr neue Wege gehen. Und dafür wünscht Ihnen der Vorstand Ausdauer, Einfallsreichtum und Energie.

Und den zuständigen Politikern wünschen wir beim Thema „Künstliche Intelligenz“ viel natürliche Intelligenz, dass sie kenntnisreich und zukunftsorientiert die neuen Herausforderungen analysieren und unsere Branche in den erforderlichen  Veränderungsprozessen begleiten und unterstützen. Denn auch künstliche Intelligenz wird von Menschen gemacht und sie muss für Menschen gemacht werden!

 

Manfred Betke

Vorsitzender

 


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